Abfalldeponiegas-Kraftwerk in der Türkei

Gase aus der Abfalldeponie erzeugen sauberen Strom.

In der Mamak-Abfalldeponie in der Provinz Ankara werden Gase gesammelt sowie Bio- und Syngas produziert. Gasmotoren erzeugen daraus Strom. Dazu wurde die Deponie abgedeckt, ein Sickerwasser-Drainage-System entwickelt und ein Sortier- und Recycling-Center geschaffen. Die Anlage ergänzt herkömmliche Kraftwerke in der Region und reduziert dank erneuerbarer Energien die Treibhausgas-Emissionen.

Ökologischer Nutzen

Die geschlossene Deponie verhindert die Freisetzung von Methan-Gas, einem sehr stark schädlichen Treibhausgas. Das Sickerwasser-Drainage-System verhindert die Verschmutzung des Bodens und der benachbarten Gewässer. Mit der Abwärme werden Gewächshäuser beheizt, in denen Gemüse kultiviert werden. Die über der gedeckten Deponie angelegte Grünzone mit mehr als 4000 neu gepflanzten Bäumen verschönert das Landschaftsbild.

Dank diesem Projekt werden jährlich durchschnittlich 400‘000 Tonnen Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente) vermieden. Mit den «pro clima»-Zuschlägen kauft die Schweizerische Post einen Anteil an dieser Gesamtmenge.

Ökonomischer Nutzen

Für den Betrieb der Abfalldeponie werden rund 200 Mitarbeitende beschäftigt, die für den Betrieb und den Unterhalt der Anlage speziell ausgebildet sind.

Sozialer Nutzen

Die gedeckte Abfalldeponie verhindert unkontrollierte Gasexplosionen und Geruchsimmissionen. Die Anlage ist ein Vorzeigebeispiel für Abfall-Management in der Türkei. Die Betreiber lancierten zusammen mit den lokalen Behörden eine Sensibilisierungskampagne für die lokale Bevölkerung zum Thema Recycling und Abfallmanagement.