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Preisvergleiche 2010: Günstige Briefe und Pakete in bester Qualität
Preisvergleiche 2010: Günstige Briefe und Pakete in bester Qualität
Schweizerinnen und Schweizer zahlen im europäischen Vergleich wenig für den Versand von Briefen und Paketen. Das zeigen die aktualisierten Brief- und Paketpostindizes der Universität Freiburg. Die Schweizerische Post liegt bei den Schalterpreisen für Briefe auf Rang fünf der 15 wichtigsten Vergleichsländer. Beim Paketversand ist sie das zweitgünstigste Unternehmen in Europa. Damit hat sich die Post bei beiden Indizes um je einen Rang verbessert. Zudem profitieren die Kundinnen und Kunden in der Schweiz von einer aussergewöhnlich hohen Zustellqualität und einer übersichtlichen Angebotsstruktur.
Die vom Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik CEStat.ch an der Universität Freiburg (Prof. Brachinger) gewählte Methodik erlaubt einen direkten Vergleich zwischen den Brief- beziehungsweise Paketpreisen der verschiedenen Länder. Die beiden Indizes beruhen auf dem Warenkorb aller für Privatkunden am Schalter angebotenen Kategorien von Briefen und Paketen. Diese werden nach der Häufigkeit gewichtet, mit der sie die Konsumentinnen und Konsumenten tatsächlich verschicken. Stichtag für die aktuelle Erhebung war der
15. Januar 2010.
Platz zwei und fünf in den Ranglisten
Beim Briefpostindex erreichte die Post den fünften Rang der 15 wichtigsten Vergleichsländer in Europa. Sie hat sich damit um einen Rang verbessert, dies vor allem wegen der Preissenkungen bei den grossen Briefen. In Deutschland und Frankreich kosten die Vergleichsbriefe beispielsweise 17 Prozent, in Schweden und Dänemark sogar knapp 40 Prozent mehr. Italiener müssen für ihre Briefe rund 60 Prozent mehr zahlen als Schweizer. Beim Paketpostindex für Privatkunden ist die Schweizerische Post das zweitgünstigste Unternehmen Europas und hat sich seit der letzten Erhebung um einen Platz verbessert. Nur in Österreich werden Pakete noch günstiger befördert. Deutschland, Belgien und Portugal liegen leicht über den schweizerischen Preisen. Die übrigen Vergleichsländer haben deutlich höhere Preisniveaus. Besonders teuer ist das Versenden von Paketen in Skandinavien.
Mehr Qualität fürs Geld
Die Brief- und Paketpostindizes berücksichtigen die unterschiedlichen Leistungen in den einzelnen Ländern bei Annahme oder Zustellung der Briefe nicht. Da diese in der Schweiz sehr umfassend sind, erhalten Schweizer mehr Qualität für ihr Geld. In Spanien und Irland zum Beispiel sind die Briefe zwar günstiger als in der Schweiz, im Jahr 2008 erreichten dort aber nur rund 80 Prozent der A-Post-Briefe ihr Ziel rechtzeitig. In der Schweiz waren es hingegen 2008 96 Prozent und 2009 fast 98 Prozent. Beim Paketpostindex musste zudem in Vergleichsländern teilweise auf langsamere Produkte zurückgegriffen werden, da nicht alle Länder ein Angebot für ein Folgetagspaket kennen.
Vorteilhafte Formate
Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden die Formate und Gewichtsabstufungen, die bei der Schweizerischen Post für die Privatkunden sehr grosszügig ausgelegt werden. Beispielsweise kostet das hierzulande für Briefe am meisten gebrauchte Format C5 bei der Deutschen Post mindestens 1.45 Euro. Für Einzelbriefe bis 100 Gramm kennt die Schweizerische Post nur je einen Preis für A- beziehungsweise B-Post. Das hat den Vorteil, dass Privatkunden ihre Briefe in der Regel nicht wiegen müssen, um sie korrekt frankieren zu können.
Preisanpassungen bei Briefen und Paketen
Per 1. Juli 2009 hatte die Post die Preise für grosse Briefe vereinfacht und teilweise gesenkt. Geschäftskunden profitierten von verschiedenen weiteren Preissenkungen. Diese mit dem Preisüberwacher getroffene Vereinbarung beinhaltete Preisvorteile im Wert von rund 200 Millionen Franken. Davon profitieren heute die Konsumenten und die Wirtschaft.
Die Preise für Pakete werden ‑ wie bereits im Februar in einer Medienmitteilung angekündigt ‑ auf den 1. April 2010 angepasst. Schwere Pakete ab fünf Kilo werden einen Franken günstiger. Für leichte Pakete muss ein Franken mehr bezahlt werden, wenn sie nicht mit der Internetdienstleistung WebStamp vorbereitet und vorausbezahlt werden. Dies ist die erste Preisanpassung bei den Paketen seit 2003.
Briefpostindex 2010
Paketpostindex 2010

Berücksichtigt werden Pakete bis 20 kg (ohne Zusatzleistungen); Listenpreise für Einzelsendungen (wechselkursbereinigt)
